SG Orken-Noithausen 1911/19 e.V.

 

 

 

 


 

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23.10.2019

1.Mannschaft gewinnt Topspiel gegen Grefrath

Im Spitzenspiel empfingen die seit 4 Spielen ungeschlagenen Orkener den Tabellenzweiten aus Grefrath. Coach Garzaniti wollte das Spiel aus einer gesicherten Defensive im 4-1-4-1 System angehen, musste dabei jedoch auf Dauerbrenner Uli Schagen verzichten, der aktuell
zur Regeneration auf Korfu weilt. Trotzdem konnte eine schlagkräftige Mannschaft, die sich folgendermaßen aufstellte, aufgeboten werden.

Offensiv mit voller Kapelle
Im Tor stand nach überstandener Krankheit Yannick Knapp, der im Spiel bei der DJK Hoeningen eine Woche zuvor, hervorragend von Reserveschnapper Tim Ombeck vertreten wurde.
Die Viererkette musste wie so oft in letzter Zeit verändert werden. Links spielte Can Kabadayi, rechts Nikita Kiselev. Die Innenverteidigung bildeten Raphael Hermanns und Ismail Acar.
Auf der Sechs lief Nicolas Stappen auf, der die Achter Yannick Brosch und Roman Kiselev vor sich hatte. Die linke Schiene beackerte der weißrussische Windhund Eugen Jochim, während rechts Beytullah Erdal spielte.
Zentrumsstürmer war Methusalem Patrick Harf, der auf Mannschaftsfahrt in Willingen "gar nicht laut" war und Gerüchten zufolge noch mindestens 3 Jahre Vertrag am Türling hat.
Die SGO hatte auf der Bank mit Christian Kienast, Dennis Franica, Tobias Spicker und dem A-jugendlichen Rasa Cigerli, der im weiteren Spielverlauf ein vielversprechendes Debüt in der "Ersten" geben sollte, noch reichlich Offensivpower.
In der Defensive musste man kleinere Brötchen backen. Für den Ernstfall stand lediglich der angeschlagene Kapitän Hendrik Herter bereit.

Vor dem Spiel wurde sich im obligatorischen Mannschaftskreise noch einmal eingeschworen und gegenseitig heiß gemacht. Die Wirkung dieses Rituals sollte dieses Mal für circa 60 Sekunden anhalten. Der Grefrather Müller konnte in der ersten Spielminute unbedrängt ansetzen und traf aus 17 Metern mit einer Mischung aus Bogenlampe und Rückgabe über
den verdutzten Orkener Keeper. Die "Erste" ließ sich von diesem frühen Schock jedoch nicht nachhaltig verunsichern und versuchte direkt dagegen zu halten und das Spiel in den Griff zu bekommen.
In der 9. Spielminute wurde Erdal am Strafraum der Gäste gelegt. Seine bessere Hälfte Ismail Acar ließ sich nicht lange bitten und fackelte das Leder durch die Grefrather Mauer zum Ausgleich ins Netz.
In der 25. Minute konnte dann durch einen langen Ball auf die rechte Flanke, Nikita Kiselev in Szene gesetzt werden. Dieser nahm den Ball aus vollem Lauf mustergültig an, flankte ihn in die Mitte, wo Beytullah Erdal das Spielgerät in Stürmermanier über die Linie stocherte.
Das war eine starke Reaktion der Orkener. Der Gast aus Grefrath blieb aber, gerade bei Standards, oft durch unnötige Fouls oder Eckbälle verursacht, gefährlich. Einen davon konnte Torwart Yannick Knapp noch mit einer
Wahnsinnsparade aus dem Winkel fischen. Gordon Banks hat angerufen - er will seine Sprungkraft zurück.
Die Ecke danach sollte dann kurz vor dem Pausenpfiff, den Kopf des Grefrather
Abwehrspielers Oellers finden, der sich als Teil einer 3 köpfigen Grefrather Dampflok in den Eckball wuchtete und so den Ausgleich erzielen konnte. Fraglich, ob dabei nicht zu viel Dampf im Spiel war. Schiri Küplemez gab dem Ganzen grünes Licht und die Mannschaften schritten kurze Zeit später zum Pausentee.
In der 50. Spielminute fuhr die Grefrather Mannschaft einen schön herausgespielten Angriff über die linke Seite. Orkens Abwehrchef Raphael Hermanns war davon wenig begeistert und versuchte selbigen Angriff mit einem eingesprungenen Tackle zu unterbinden. Wäre diese Grätsche erfolgreich gewesen, so würde sie wahrscheinlich noch in 150 Jahren am
Jürgen-Kohler-Berufskolleg gelehrt werden. Leider kam Hermanns jedoch zu spät, traf den Grefrather Stürmer und löste damit "ordentlich Musik" am Spielfeldrand aus. Schiedsrichter Küplemez zeigte sich einmal mehr von seiner großzügigen Seite und ließ Hermanns, der sich übrigens direkt beim Gegenspieler entschuldigte, mit Gelb davon kommen. Coach
Garzaniti entschied sich daraufhin seinen Abwehrchef vom Feld zu nehmen, um
Offensivspieler Christian Kienast zu bringen. Dieser sortierte sich im offensiven Mittelfeld ein, während Stappen den freien Platz in der Innenverteidigung übernahm.

Christian Kienast hatte offenbar keine Zeit zu verlieren, denn in den folgenden 20 Minuten drückte er dem Spiel seinen Stempel auf.
Nach einer Ballstaffete im Mittelfeld flankte Erdal in der 54. Minute von der rechten Seite. Harf tat, was er gefühlt seit Ewigkeiten tut: (Richtig) Stehen. Doppel9 drückte den Ball per Flachschuss zum 3:2 über die Linie.
Grefraths hochgewachsene Stürmer konnten in Person von Przybilla nur zwei Minuten später erneut ausgleichen. Wieder aus einem Eckball resultierend. Bitter. Glücklicherweise setze Christian Kienast in der 60. Spielminute unnachahmlich zum Distanzschuss an. Der Ball schlug am chancenlosen Keeper vorbei im rechten Eck zum 4:3 für die Hausherren ein. Während der Jubel auf Orkener Seite groß war, muss Kienast schon
den nächsten Plan in der Schublade gehabt haben.
14 Minuten später schnibbelte er nämlich einen Freistoß ins rechte untere Eck und sorgte damit für die Vorentscheidung.
Grefrath, das zwischenzeitlich Topstürmer Piehler verletzungsbedingt auswechseln musste, hatte jetzt nichts mehr entgegen zu setzen.
Den Schlusspunkt setzte, wie schon in Hoeningen, der eingewechselte Dennis Franica.
Hervorzuheben ist dabei der oben bereits angesprochene Debütant Rasa Cigerli. Nach feinem Dribbling schickt er Franica per Steilpass auf die Reise. Dieser musste nur noch vollenden. Ein Debüt nach Maß!
Referee Küplemez beendete die Partie einige Minuten später. Bei Duschbier und Gesang feierte die SGO den Sieg im Spitzenspiel. O-Ton: "Keiner wird es wagen - uns die SGO zu schlagen." Naja, bis auf Holzheim und die türkische Jugend Dormagen stimmt das. Gegen eine Fortsetzung des aktuell sehr positiven Laufs hätte sicher am Türling niemand etwas einzuwenden.
Wie passend, dass Nächste Woche bereits das nächste Spitzenspiel ansteht. Hoffentlich wird es der VFR Büttgen nicht wagen.



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