SG Orken-Noithausen 1911/19 e.V.

 

 

 
 

 

 


 

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10.12.2019

Erste feiert erneut Derbysieg gegen Wevelinghoven 2

Nachdem die Erste der SGO am letzten Spieltag der Hinrunde das Auswärtsspiel bei der Zweitvertretung der SG Rommerskirchen-Gilbach verdient mit 1:2 verloren hatte, konnte der Auftakt in die Rückrunde wieder erfolgreicher gestaltet werden. Es galt die viel zu passive Spielweise, welche die Orkener noch in der Vorwoche gezeigt haben, im Derby auf dem neuen Kunstgrün der Wevelinghovener nicht erneut auf den Platz zu bringen. Die Vorzeichen standen allerdings nicht so gut. Neben den Langzeitausfällen Hendrik Herter, Roman Kiselev und Nicolas Stappen fielen im Vergleich zur Vorwoche noch kurzfristig Markus Hahn, Nikita Kiselev, Marlon Gerhard, Tobias Spicker und Yannick Brosch aus. Dennis Franica und Raphael Hermanns kehrten zurück in den Kader.
Das Spiel startete auf Grund einer Ansprache des Schiedsrichters rund 10 Minuten später. Die Abwehrreihe bestand heute aus den Außenverteidigern Dominik Petrik und Can Kabadayi sowie den Innenverteidigern Raphael Hermanns und Uli Schagen. Die zentral agierenden Mittefeldspieler waren Ismail Acar und Christian Kienast. Auf den Außenbahnen starteten Eugen Jochim und Beytullah Erdal. Die Stürmer Dennis Franica und Patrick Harf komplettierten die Startelf.
Zu Beginn des Spiels war es das bekannte „Abtasten“ beider Mannschaften, welches das Geschehen prägte. Es war spürbar, dass die Orkener sich in dieser ungewohnten Formation erst einmal finden mussten. Die Folge daraus war, dass in den ersten Spielminuten relativ wenig Ansehnliches geschah. Die Defensive war in dieser Phase überwiegend mit langen oder hohen Bällen des Gegners beschäftigt, die besonders Petrik häufig - im wahrsten Sinne - mit Köpfchen zu lösen wusste. Das Mittel der langen Bälle war unter anderem auch das Resultat aus den, von Beginn an mit nach hinten agierenden Kienast und Acar. Ein Durchkommen der Gastgeber war daher nur schwer möglich.
Nachdem sich die SGO defensiv gut eingependelt hat, wurde das Spiel nach vorne weiter angekurbelt und erste Torchancen erspielt. Anders als zuletzt ließ die Orkener Sturmabteilung heute zumindest in den ersten 20 Minuten nicht ganz so viele Chancen ungenutzt. Franica zeigte in der 18. Minute nach einem schönen Zuspiel über die rechte Seite von Erdal, dass er nicht nur als Edeljoker Tore erzielen kann und stellte den Spielstand auf 1:0 aus Orkener Sicht.
Nun kam die Partie etwas mehr ins Rollen und auch die Gastgeber versuchten verstärkt auf den Ausgleich zu gehen. Sie probierten weiterhin das Mittelfeld mit langen und hohen Bällen zu überspielen. Getreu dem Motto „Irgendwann wird schon einer durchkommen“. Diese alte Floskel hat nicht ohne Grund bestand. Dass von diesen 2-3 langen „Durchkommern“ jedoch keine wirkliche Gefahr ausging, war in letzter Instanz dem heute gut aufgelegten Schnapper Kames zu verdanken.
Wie wichtig erfolgreiche Defensivarbeit ist, zeigte sich in den letzten 10-15 Minuten des ersten Abschnittes. Es erhielt nämlich ein „alter Bekannter“ der Orkener Einzug ins Geschehen. Zugegebenermaßen ein „alter Bekannter“, der den Orkener so lieb und recht ist, wie anderenorts die allseits beliebte Schwiegermutter. Der „Chancenwucher“ war wieder da und ließ nicht nur den Orkener Coach Marcus Garzaniti ein ums andere Mal am Geschick seiner Spieler zweifeln. So kann schon fast von Glück gesprochen werden, dass der Halbzeitpfiff die alte Weisheit „Machste se vorne nicht, kriegste se hinten rein“ unmöglich machte.
In der Kabine war den Kickers vom Bendsportpark bewusst, dass sie wieder einige Chancen haben liegen lassen, aber ebenso war der unbedingte Wille zu erkennen, dass es heute nur einen Sieger
geben kann und, dass dieser aus Orken kommt. Die Marschrichtung war klar: Ruhe bewahren,
Zweikämpfe führen, Tore nachlegen und die 3 Punkte mitnehmen.
Nach Wiederanpfiff begann die Partie etwas ruppiger. Der Schiedsrichter, der im Großen und Ganzen
eine souveräne Leistung abrief, zeigte aber auch in dieser Phase, dass die Karten etwas lockerer
saßen. Einzig ein Spieler der SGO hat dies nicht ganz so schnell realisiert. Erdal war es, der nach
einem hart gegen ihn geführten Zweikampf etwas die Kontrolle verlor und folgerichtig die gelbe
Karte wegen Meckerns zu sehen bekam. Die Tatsache, dass Erdal sich beschwerte änderte jedoch
nichts an der Einstellung seiner Gegenspieler, die ihn weiterhin ordentlich – und auch nicht immer
fair – in die Mangel nahmen. Als Erdal sich dann gerade einmal sieben Minuten nach der ersten
gelben Karte nur mit einem Foulspiel zu helfen wusste, bekam er die Ampelkarte zu sehen und
konnte in der 58. Minute den Gang in die Kabine antreten.
Die Orkener spielten also fortan in Unterzahl. Noch etwas mehr als dreißig Minuten auf der Uhr und
noch immer den „alten Bekannten“ im Hinterkopf. Das Hauptaugenmerk lag nun zunächst verstärkt
auf der Defensivarbeit. Franica rückte auf die frei gewordene Position im rechten Mittelfeld, stellte
sich in den Dienst der Mannschaft und ackerte mit nach hinten. Es galt die knappe Führung nicht in
Gefahr zu bringen und mit alle Mann dagegen zu halten. Entlastung, besonders für die Abwehrreihe,
gab es kaum noch. Angriffe der Orkener wurden durch einfache Fehlpässe oder falsche Abstimmung
immer wieder im Keim erstickt. Ein schöner Angriff, in dem auch nach einem kurzen Ballverlust nicht
nachgelassen wurde, führte dann nach hartnäckigem Nachsetzen zur 2:0 Führung durch Harf.
Vorlagengeber war dieses Mal der unermüdliche Franica.
Ab jetzt war zu merken, dass die Wevelinghovener von Minute zu Minute immer mehr den Glauben
an sich bzw. ein Anschlusstor verloren. Die SGO stand Defensiv weiterhin kompakt und bot trotz
Unterzahl kaum Anspielstationen und verschob clever in die Räume, sodass kein Platz für ein
Offensivspiel der Gegner gegeben war. Zehn Minuten vor Schluss durfte dann Franica in den
wohlverdienten Feierabend gehen. Für ihn kam der noch A-Jugendliche Eduart Rrahmani. Nach
Orkener Ballgewinn war es dann „Edu“ der einem in die Tiefe gespielten Ball hinterher sprintete und
dem nachgerückten Acar zur 3:0 Führung auflegte (82. Minute). Somit war allen Anwesenden klar:
Das Ding ist gelaufen, der Sack ist zu, der Drops ist gelutscht. Zu deutlich wusste sich die Orkener
Mannschaft heute als defensives Kollektiv zu präsentieren, als dass hier noch etwas schief gehen
könnte. Felix Weidner, der sonst für die Reserve der SGO die Schuhe schnürt, kam in der 86. Minute
noch für Raphael Hermanns. Nennenswertes passierte im Grunde nicht mehr. Die SGO fuhr erneut
einen Sieg in einem Stadtderby ein und der „alte Bekannte“ wurde zumindest in der zweiten Halbzeit
nicht wieder gesehen.
Bereits am kommenden Freitag steht bereits das zweite Spiel der Rückrunde an. Dieses Mal wird
Nievenheim 2 zu Gast im Bendsportpark sein. Das Hinspiel war mit 10:0 der höchste Saisonsieg der
Orkener Mannschaft, die gleichzeitig gewarnt ist. Bereits im Hinspiel war zu sehen, dass in
Nievenheim eine spielstarke Reserve am Spielbetrieb teilnimmt – auch wenn es das Ergebnis von
damals nicht vermuten lässt.



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